Sie haben viel Zeit und Geld investiert, um potenzielle Kunden zu gewinnen. Endlich haben Sie eine Anfrage für Ihre Dienstleistungen erhalten. Was nun?
Der Auftrag ist zum Greifen nah, Sie brauchen nur noch ein gutes Angebot. Sie müssen schnell reagieren, doch das allein reicht nicht aus. Ihr Angebot muss zudem klar und präzise sein.

Nutzen Sie unsere kostenlose Angebotsvorlage und beachten Sie die folgenden Schritte.
Was ist ein Angebot?
Ein Angebot ist ein fester Preis für ein Produkt oder eine Dienstleistung, den Sie einem potenziellen Kunden zusenden.
Sie müssen genau festlegen, welche Leistungen Sie anbieten und wie viel Sie berechnen.
Das Angebot soll den Kunden überzeugen, Ihre Dienstleistung statt die eines anderen Anbieters zu wählen.
Achtung! Sobald der Kunde Ihr Angebot akzeptiert, können Sie es nicht mehr ändern.
Was sollte ein Angebot enthalten?
Versenden Sie es immer schriftlich. Es sollte folgende Elemente enthalten:
- grundlegende Informationen – Name und Adresse Ihres Unternehmens, Kundendaten und Angebotsnummer.
- Preis – Endpreis mit einer Aufschlüsselung der Leistungen und zugehörigen Kosten. Achten Sie auf Transparenz, ohne den Kunden mit zu vielen Details zu überfordern.
- Steuern – alle relevanten Steuern, insbesondere die Mehrwertsteuer (MwSt.).
- Fristen – Zeitplan der Ausführung und voraussichtlicher Abschluss des Projekts.
- Gültigkeit des Angebots – die meisten Angebote sind einen Monat gültig. Wählen Sie ein Datum, das Ihnen passt.
- allgemeine Bedingungen – unter welchen Umständen Ihr Angebot verfällt oder geändert werden muss.
- Zahlungsbedingungen – Informationen zu Vorauszahlungen, Ratenzahlungen und akzeptierten Zahlungsmethoden (z. B. Kreditkarte).
Wie erstellt man ein Angebot?
1. Verstehen, was der Kunde wirklich braucht
Bevor Sie ein Angebot erstellen, sprechen Sie mit dem potenziellen Kunden. Analysieren Sie die Anfrage, die Sie erhalten haben.

Rufen Sie den Kunden an und fragen Sie nach weiteren Details.
Am besten erstellen Sie das Angebot erst nach einer Besichtigung vor Ort. Wenn dies nicht möglich ist, erstellen Sie ein Angebot anhand der erhaltenen Bilder und Informationen.
Schreiben Sie alles auf, was Sie mit dem Kunden vereinbart haben und was noch koordiniert werden muss.
2. Unsere Angebotsvorlage nutzen
Wenn Sie ein Angebot schreiben, ist das ein gutes Zeichen, dass da jemand ernsthaftes Interesse hat. Alle Anfragen auf Gecheckt.at sind vielversprechend und benötigen eine sofortige Antwort. Verlieren Sie keine Zeit!
Das Angebot immer aufschreiben.
Ein schriftliches Angebot ist für den Kunden leichter zu verstehen und Sie haben einen Beweis für das, was Sie vereinbart haben.
Erstellen Sie eine digitale Vorlage, die per E-Mail verschickt werden kann. Somit verfassen und versenden Sie die Angebote viel schneller. Alle Informationen zu Ihrem Unternehmen, wie Logo, Adresse, Bankkonto und Kontaktdaten, können Sie im Voraus eintragen.
Die untere Schaltfläche führt Sie zu einer Google Sheets-Vorlage. Zuerst stellen Sie sicher, dass Sie in Ihrem Google Docs-Konto eingeloggt sind. Im Dokument klicken Sie oben rechts auf "USE TEMPLATE" und tragen Sie die Daten ein.
Angebotsvorlage kostenlos herunterladen3. Projekt strukturieren und Kundendaten eintragen
Daten eingeben. Kundendaten (Name, Adresse, Kontaktdaten), Angebotsnummer und Datum.
Das Projekt in einzelne Positionen unterteilen. Nehmen Sie sich Zeit und gehen Sie Schritt für Schritt vor.
Fügen Sie die Preise der Positionen und kurze Beschreibungen der Leistungen und Materialien hinzu. Sie müssen nicht jeden kleinen Schritt auflisten, aber der Kunde muss verstehen, was man für den Preis bekommt.
Stellen Sie sicher, dass die Kalkulation der Ausgaben stimmt und Ihre Gewinnmarge berücksichtigt ist.
Was wirkt überzeugender?
- Holzzaun 6000 €
oder
- 10 m2 Holz = 3000 €
- Pfosten, Latten, Nägel und Schrauben = 1008 €
- Aufmaß, Ausheben der Löcher für die Pfosten, Einbetonieren der Pfosten, Einsetzen der Latten zwischen die Pfosten, Zuschneiden und Anbringen der Bretter, Anstrich und Fertigstellung = 1992 €
Wenn der Kunde mehrere Angebote vergleicht, wird das detaillierte einen besseren Eindruck hinterlassen.

Transparent bleiben. Geben Sie auch an, was nicht im Preis enthalten ist. Falls Sie zusätzlich Zaunbau oder Abfallentsorgung berechnen, listen Sie diese als separate Positionen im Angebot auf.
Ausführungsdatum festlegen. Geben Sie an, wann Sie mit der Arbeit beginnen und wann die einzelnen Phasen des Projekts abgeschlossen sein werden. Auch eine ungefähre Zeitspanne (z. B. 2–3 Wochen bis zur Fertigstellung) ist besser als keine Angabe.
4. Preis festlegen
Je niedriger der Preis, desto attraktiver ist Ihr Angebot. Verkaufen Sie Ihre Arbeit nicht unter Wert und versprechen Sie nichts, was Sie nicht halten können.
Setzen Sie nicht nur deshalb einen niedrigen Preis, um den Auftrag zu erhalten. Sie verlieren Zeit und Geld sowie das Vertrauen und den Respekt der Kunden. Machen Sie ein realistisches Angebot.
Ein Angebot, das versendet und akzeptiert wurde, gilt als ein verbindlicher Vertrag.
Stellen Sie Ihre Stärken in den Vordergrund. Machen Sie deutlich, dass Qualität ihren Preis hat. Für wenig Geld gibt es wenig Leistung.

Wenn die Kunden sehen, dass Ihre Dienstleistung von hoher Qualität ist, sind sie auch bereit, mehr zu bezahlen – selbst wenn Ihr Preis höher ist als der Ihrer Konkurrenz.
Vergessen Sie nicht, die Mehrwertsteuer (MwSt.) in Ihr Angebot einzufügen.
5. Bedingungen und weitere Klauseln einbeziehen
Legen Sie die Verantwortlichkeiten von Ihnen und Ihrem Kunden fest, um zukünftige Missverständnisse zu vermeiden.
- Haftungsbeschränkung: Geben Sie Umstände an, die zu Verzögerungen führen oder die Lieferbedingungen ändern könnten. Beispielsweise kann der Bau von ihrem Zaun vom Wetter abhängen. Falls es am geplanten Starttag regnet, muss die Arbeit verschoben werden.
- Zusätzliche Arbeiten und Kosten – Beschreiben Sie die Kosten für Zusatzleistungen, die nicht im Angebot enthalten sind. Das ist wichtig für unvorhergesehene Schwierigkeiten oder wenn der Kunde Änderungen wünscht.
- Zahlungsbedingungen – Legen Sie klar fest, wann und wie die Zahlung erfolgen soll. Geben Sie an, ob Sie eine Vorauszahlung verlangen, Ratenzahlungen akzeptieren oder Bar- und Kartenzahlungen annehmen.

6. Angebotsgültigkeit festlegen
Materialpreise, Lieferkosten, Nachfrage und Ihre Verfügbarkeit ändern sich ständig – Ihre Preise sollten sich entsprechend anpassen.
Geben Sie an, bis wann Ihr Angebot gültig ist. Normalerweise beträgt der Zeitraum 30 Tage. Falls sich die Preise in Ihrer Branche wöchentlich oder sogar täglich ändern, sollte dies in der Angebotsfrist berücksichtigt werden.
Eine kürzere Angebotsfrist kann den Kunden zu einer schnelleren Entscheidung bewegen.
Versenden Sie das Angebot innerhalb eines Werktages nach Erhalt der Anfrage.
Betonen Sie die Vorteile einer schnellen Reaktion. Neben einer zeitlich begrenzten Gültigkeit gibt es weitere Möglichkeiten, beim Kunden ein Gefühl der Dringlichkeit zu erzeugen. Das können zum Beispiel Vorzugspreise für langfristige Verträge, Kombiangebote, Garantien oder Rabatte sein.
So sieht ein fertiges Angebot aus, nachdem alle erforderlichen Daten in die Vorlage eingetragen wurden.

Wenn Sie einen Preisnachlass anbieten, sollten Sie Ihre Gewinnmargen genau kennen, um keine Verluste zu machen.
Holen Sie sich im Gegenzug etwas Wertvolles: einen größeren Auftrag, eine langfristige Partnerschaft, Vorkasse, Weiterempfehlungen oder positive Bewertungen.
Standardisieren Sie Ihre Rabatte und verhandeln Sie nicht planlos. Zum Beispiel können Sie jedem Kunden, der voraus und in bar zahlt, einen Preisnachlass von 10 % gewähren. Sonst sind Kunden sauer, wenn sie merken, dass sie mehr bezahlt haben als andere.
7. Schriftliche Zustimmung des Kunden einholen
Nachdem Sie Ihr Angebot versendet haben, geben Sie dem Empfänger etwas Zeit zum Durchlesen.
Bestehen Sie auf eine schriftliche Bestätigung, dass der Kunde das Angebot annimmt.
Senden Sie das Angebot per E-Mail und rufen Sie nach ein bis zwei Tagen an, um nachzufragen, ob der Kunde es gelesen und sich entschieden hat.

Bleiben Sie dran! Kunden erhalten in der Regel mehrere Angebote. Falls Sie nach einer gewissen Zeit keine Rückmeldung erhalten, kontaktieren Sie sie erneut.
Falls sich der Kunde gegen Ihr Angebot entschieden hat, fragen Sie nach den Gründen. War Ihr Preis zu hoch oder gab es andere Faktoren?
Stellen Sie Fragen. Nutzen Sie das Feedback, um Ihre Angebote zu verbessern.
Angebote sind nur ein Teil der Kommunikation mit den Kunden. Mit einem guten System und einer digitalen Vorlage erstellen Sie Angebote schnell und einfach. Je besser Ihr Angebotsprozess, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Sie aus einem Interessenten einen Kunden machen.